Freiraum

Freiraum an der Uni

Studieren an der TU ist in der Regel eine sehr anonyme Angelegenheit. Viele Gebäude bieten entweder ein steril-modernes (z.B. Freihaus) oder alt-schmutziges (z.B. Treitlstraße) Ambiente. Weder sind die dortigen Räumlichkeiten besonders einladend zum Verbleiben, noch gibt es überhaupt genügend Platz.

Die oft aufgemachte strikte Trennung zwischen Studium und sonstigem (gar "privaten") Leben halten wir für falsch und möchten sie auflösen (was natürlich nicht heißt, dass Privatsphäre aufgelöst oder gar irgendwer zu irgendetwas gezwungen werden soll). Vielmehr halten wir es für nötig, dass die Uni im weitesten Sinne ein Raum ist, in dem man sich wohlfühlen kann, der privaten wie politischen Austausch ermöglicht und nicht nur einen Raum darstellt in dem Ausbildung „konsumiert“ wird. Uni muss wieder Lebensraum werden!

Uni-Räume

Was also nötig ist, sind Uni-Räumlichkeiten die einladend und bequem gestaltet sind. Das betrifft sowohl die Räume die speziell den Studierenden zur Verfügung gestellt werden (Computerräume, Fachschaftsräume, sonstige Studierzonen) als auch die Hörsäle (Anmerkung: Uns ist natürlich bewusst, dass es angesichts der derzeitigen budgetären Situation unserer Universität und Republik äußerst unwahrscheinlich ist, dass sich bei der Gestaltung der Hörsäle in nächster Zeit sonderlich viel tun wird). Plaudern, Dösen, Chillen, Essen, Spielen, Lesen, Lernen, Lachen sollte alles in netter Atmosphäre und mit ausreichend Platz möglich sein. Eine dementsprechende Umgestaltung bereits bestehender Räume für Studierende sollte ohne großen Aufwand möglich sein.

Selbstverwaltetes Studibeisl

Eines unserer Herzensprojekte ist das selbstverwaltete Studibeisl. Das wären Räumlichkeiten im Umfang von mindestens 200m² in unmittelbarer TU-Nähe (d.h. Südlicher 1. Bezirk, westlicher 3. Bezirk, 4. Bezirk oder südöstlicher 6. Bezirk) mit Küche, Bar und ausreichend Raum zum Sitzen und für Veranstaltungen. Wie der Name schon sagt, soll das Studibeisl selbstverwaltet sein, dass heißt dass es ein offenes Plenum (wöchentliches Treffen) geben soll welches über alle Belange des Studibeisls entscheidet. Es sollen alle die an einer Mitarbeit interessiert sind sich einbringen können.

Dieses Projekt soll anfangs noch von der HTU finanziell und personell unterstützt werden und dann nach und nach in die Selbstverwaltung „entlassen“ werden, das heißt dass es sich dann auch selbst finanzieren muss (durch Partys u.ä.). Uns ist vollkommen klar, dass dies ein sehr ambitioniertes Projekt ist und ähnliche Projekte gerade gescheitert sind - siehe Café Rosa auf der Uni Wien. Daher ist uns ganz wichtig, dass wir aus den dortigen Fehlern lernen und gelernt haben diese nicht wiederholen. Es hat sich jedoch in verschiedensten Projekten in Wien gezeigt, dass   solcherart selbstverwaltete Räume funktionieren können.

Grundsätze, welche uns für einen das Studibeisl wichtig wären:

  • Das Studibeisl muss ein diskriminierungsfreier Raum bleiben
  • Es darf keine persönliche Bereicherung stattfinden
  • Die Preise dürfen nur minimal über den Selbstkostenpreisen liegen
  • Das wöchentliche Plenum muss basisdemokratisch bleiben – d.h. Alle die mitmachen wollen muss diese Möglichkeit gegeben werden.
  • Kein Konsumzwang

Wohlfühlreferat

Um alle diese Ideen umsetzen zu können wollen wir ein eigenes „Wohlfühlreferat“ an der HTU einrichten (der Name ist natürlich verhandelbar ;-) ). Dessen Aufgabenbereich wäre die Neugestaltung der Räumlichkeiten und das Verhandeln mit Rektorat + Co. bezüglich Änderung und Umwidmung bestehender – z.B. ungenutzter – Räume.